Vaterschaftstest Kosten

Vaterschaftstest Kosten

Die Vaterschaftstest Kosten hängen von vielen Faktoren ab. Oft ist nicht klar, welche einzelnen Komponenten die Kosten des Vaterschaftstest beeinflussen. Manchmal fehlen auch grundlegende Informationen von Seiten des Herstellers. 

Wie setzen sich die Kosten für einen bestimmten Vaterschaftstest zusammen?

Auf dieser Seite erfahren Sie alles über die Faktoren, die den Preis des Vaterschaftstest beeinflussen. Dadurch haben Sie den Durchblick, wie Anbieter den Preis für Vaterschaftstests kalkulieren.

Vaterschaftstest Kosten- Wie teuer ist ein Vaterschaftstest eigentlich?

Generell sind die Kosten für einen Vaterschaftstest sehr variabel und schwanken je nach Ausgangslage und Angebot.


Die Vaterschaftstest Preisspanne beginnt aktuell bei circa 129 Euro und kann über 1000 Euro hinausgehen.


Es kommt darauf an welche Leistungen enthalten sind.

Wie viel kostet ein Vaterschaftstest?

Das lässt sich auf Anhieb nicht genau sagen, denn es kommt darauf an. Eine erste Orientierung bietet die oben angegebene Preisspanne.


Hier zeigen wir Ihnen die acht hauptsächlichen Kostenfaktoren für den Vaterschaftstest auf.

Wie setzen sich die kosten für einen Vaterschaftstest zusammen?

Variable Leistungen, oder in diesem Zusammenhang Vaterschaftstest Kostenfaktoren sind folgende 8 Punkte:

vaterschaftstest günstig oder teuer

Ist der Vaterschaftstest rein für den privaten Gebrauch oder soll der Test vor Gericht vorgelegt und anerkannt werden?

Ein vor Gericht anerkennungsfähiges Gutachten kostet oft extra. In Deutschland ist die Probenahme nur unter Aufsicht eines sachverständigen Zeugen legal. Somit ist dieser Punkt hierzulande, also bei Anbietern die in Deutschland operieren, meist enthalten. Es gibt aber auch günstige Angebote ohne Gutachten, die dennoch eine gute Option für einen privaten Vaterschaftstest darstellen.


Sollte man den Vaterschaftstest im Ausland durchführen lassen, würden diese Kosten für die Probenahme unter Aufsicht entfallen.

Welche Akkreditierung oder Zertifizierung kann der Anbieter oder das Labor vorweisen?

Eine grundlegende Akkreditierung, also die Anerkennung und Bestätigung der Qualität des Unternehmens oder des Labors, ist für alle deutschen Anbieter von Vaterschaftstests vorgeschrieben. Diesen Sachverhalt regelt das Gendiagnostikgesetz (GenDG). Die Labore müssen somit nach DIN EN ISO/IEC 17025 anerkannt und akkreditiert sein.


Wichtig für Sie als Endkunde ist die Tatsache, dass DNA-Vaterschaftstests dadurch sicher, zuverlässig und von hoher Qualität sind. Somit ist es egal wie klein das Unternehmen ist oder ob es sich um private oder öffentliche Einrichtungen handelt. Eine Akkreditierung garantiert einen gewissen Qualitätsstandard.


Da diese Akkreditierung für alle deutschen Anbieter vorgeschrieben ist, gibt es auch hier wieder keine Alternative in Deutschland. Für einen Vaterschaftstest im Ausland könnte es anderes aussehen. Das wäre jedoch kaum zu empfehlen, denn ein DNA-Test sollte stets mit größter Sorgfalt und Sicherheit durchgeführt werden.


Einen Teil dieser Akkreditierung bilden die sogenannten Ringversuche. In diesen Tests wird die alltägliche Arbeit des Labors von unabhängiger Stelle überprüft. Es wird die Frage beantwortet, wie genau das Labor im Standardbetrieb arbeitet. Manche Labore „verdienen“ sich zusätzliche Qualitätsstandards, da sie freiwillig und öfter an solchen Ringversuchen, die das Gendiagnostikgesetz zweimal im Jahr verlangt, teilnehmen. Solche Ringversuche werden zum Beispiel vom Institut für forensische Genetik in Münster, als „Deutsches DNA Profiling“ (GEDNAP), angeboten.


Innerhalb dieses Ringversuches werden dem Institut bekannte Proben an die teilnehmenden Labore verschickt. Die Labore untersuchen die Proben und reichen die Ergebnisse ein. Nach der Auswertung werden die Verfahren für die erfolgreich erkannte Probe des Labors bestätigt.


Akkreditierung ist unterm Strich also eine gute Sache und es würde sich nicht empfehlen, für etwas Ersparnis auf solch einen Qualitätsstandard zu verzichten. Für Sie als Kunde ist es wichtig, diesen Sachverhalt zu kennen. So können Sie die Qualität des Vaterschaftstests und die Kostenfaktoren für einen DNA Test richtig einschätzen.

Wo wird der DNA Test durchgeführt?

Für die Kosten des Vaterschaftstests spielt es eine Rolle, ob der Test bei einem Unternehmen gekauft wird, welches in Deutschland operiert oder eben im Ausland.


Strengere Auflagen in Deutschland, wie zum Beispiel die Probenahme unter Aufsicht eines Sachverständigen, führen zu zusätzlichen Kosten und wirken sich so auf den Preis des Vaterschaftstests aus.

Wie viele Genorte werden für den Vaterschaftstest analysiert?

Es gibt Vaterschaftstests bei denen 16, 21 oder gar 31 verschiedene Genorte mit einbezogen werden.


Grundsätzlich bedeuten mehr Genorte eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit des Tests.


Trotzdem bewegt man sich bei 16 getesteten Genorten schon bei Wahrscheinlichkeiten von mindestens 99,99 %. Es geht also um die Nachkommastellen. Der Zusammenhang von der Anzahl der Genorte und den Kosten für den Vaterschaftstest ist relativ eindeutig. Je mehr Genorte getestet werden, desto aufwändiger ist der Test bei der Durchführung im Labor. Damit ist der Test auch teurer.

Wie viele Proben werden für den Vaterschaftstest eingereicht?

Die Mindestanzahl an Proben sind zwei. Meist werden die Proben vom Kind und vom in Frage kommenden Vater für den Test gewonnen.


Um die Wahrscheinlichkeit für ein eindeutiges Ergebnis und damit die Sicherheit des Vaterschaftstests zu erhöhen, können auch weitere Proben eingereicht werden. Zum Beispiel eine Probe der Mutter des Kindes. Manche Anbieter nehmen eine zusätzliche Probe der Mutter ohne einen Aufpreis entgegen und schließen diese im Testverfahren ein. Eine dritte und zusätzliche Probe kann allerdings, je nach Anbieter, einen Aufpreis bedeuten.

Wird das Ergebnis Labor-intern, zum Beispiel durch Qualitätskontrollen, verifiziert?

Im Labor gibt es viele mögliche Ursachen für ein falsches Ergebnis. Vom klassischen Proben vertauschen bis hin zu Spuren von anderer DNA die zufällig ins Reagenzglas kommen. Das ist natürlich etwas überspitzt dargestellt, trotzdem existieren gewisse Risiken immer. Das gilt besonders bei Routine-Tätigkeiten die täglich wiederholt werden und somit die Mitarbeiter einladen auf „Autopilot“ zu schalten.


Um diesem Risiko von falschen Ergebnissen entgegenzuwirken gibt es verschiedene Mechanismen und Qualitätskontrollen. Im Brennpunkt stehen dabei das verwechslungssichere Beschriften von Proben oder die sogenannte „Kreuzvalidierung“ durch einen zweiten Labormitarbeiter.


Falls Labore oder Anbieter solch einen Service extra anbieten oder sowieso in der Alltagsroutine integriert haben, sollte das auch offensichtlich angezeigt werden. Denn es bedeutet einen klaren Pluspunkt für diesen Vaterschaftstest. Da eine bessere Qualitätssicherung auch mehr Aufwand bedeutet, kann es sein, dass sich manche Anbieter dies auch bezahlen lassen.

Wie schnell steht das Testergebnis des Vaterschaftstests zur Verfügung?

Dieser Punkt ist selbsterklärend, spielt natürlich dennoch eine Rolle bei der Preisbildung eines Vaterschaftstests. Je eher Sie das Ergebnis oder das offizielle Gutachten in Ihren Händen halten möchten, desto mehr wird es kosten.


Trotz dieses offensichtlichen Zusammenhangs gibt es aber von Anbieter zu Anbieter erhebliche Unterschiede was die Standard Bearbeitungszeit für einen Vaterschaftstest beträgt.


Deshalb lohnt es sich immer, diese Information vorher einzuholen, sollte ein frühzeitiges Eintreffen des Testergebnisses wichtig sein. Zusätzlich gibt es Sondertarife bis hin zu „Über-Nacht“ Angebote die funktionieren, aber dementsprechend teurer sind.

Ein billiger Vaterschaftstest ist nicht automatisch schlecht, und ein teurer Vaterschaftstest muss nicht unbedingt hochwertig oder sicher sein

Wie Du anhand der Auflistung siehst, es spielen viele Faktoren eine Rolle bei der Preisbildung für den Vaterschaftstest. 

Falls Sie sich sofort nach einem geeigneten Vaterschaftstest umschauen wollen, dann bietet sich dieser Vergleich an.

Wer trägt die Kosten des Vaterschaftstests?

Nachdem Sie wissen wie sich die Kosten für einen Vaterschaftstest zusammensetzen, fragen Sie sich vielleicht, wer letztendlich für die Kosten aufkommt?


Grundsätzlich zahlt erst einmal derjenige, der den DNA Test auch bestellt. Wer schlussendlich die Kosten tragen muss, ob es eine Erstattung gibt oder wie sich die Kosten auf alle Beteiligten aufteilen, hängt ab vom Hintergrund.


Es gibt verschiedene Gründe einen Vaterschaftstest in Auftrag zu geben. Für die Kosten sind die folgenden Fälle unterschiedlich:

  1. 1
    privates Interesse;
  2. 2
    gerichtlich angeordnet; Abstammungsverfahren;
  3. 3
    Vaterschaftsanfechtung;
  4. 4
    Vaterschaftsfeststellung.

Kosten bei Vaterschaftstest aus privaten Gründen

Hier wollen Sie aus privatem Interesse die Verhältnisse klären, ohne dass eine öffentliche Institution die Finger im Spiel hat. Der Ablauf ist bei dieser Variante am klarsten. Zuerst wird der Test bestellt. Je nachdem ob der Test im Ausland durchgeführt wird oder in Deutschland, kann die Entnahme des Probematerials selbst durchgeführt werden oder muss unter Aufsicht eines Sachverständigen erfolgen. Dann wird das Probematerial eingeschickt und der DNA Vaterschaftstest wird ausgewertet.


Um die Ergebnisse zu bekommen muss der Anbieter in jedem Fall bezahlt werden. Das Test-Kit womit das Probematerial eingesendet wird ist dagegen oft umsonst.

Kosten bei gerichtlich angeordnetem Abstammungsverfahren

Beim gerichtlich angeordneten Abstammungsverfahren oder Vaterschaftsgutachten kommt es letztendlich darauf an, wer der Vater ist und wie die Hintergründe sind.


Die Gesamtkosten sind in diesem Fall die Verfahrenskosten, welche die Gerichtskosten, die Anwaltskosten und die Kosten für das DNA-Vaterschaftsgutachten beinhalten.


Zuerst muss der Besteller aber die Kosten selbst tragen. Das kann in diesem Fall das Jugendamt, die Mutter, der Vater oder auch das Kind sein. Wenn das Ergebnis des Vaterschaftstests feststeht, liegt es im Ermessen des Gerichts wer die Kosten letztendlich zu tragen hat.

  • Sollte der untersuchte Mann nicht der Vater sein und kein sexueller Kontakt zum Zeitpunkt einer möglichen Empfängnis mit der Mutter bestanden haben, dann ist es relativ unwahrscheinlich dass der Mann die Kosten alleine tragen muss.
  • Wenn der untersuchte Mann per Vaterschaftstest als biologischer Vater bestätigt wird und kein Verdacht auf Untreue der Mutter besteht, ist es wahrscheinlich, dass Vater die Kosten tragen muss
  • Wenn der untersuchte Mann per Vaterschaftstest als biologischer Vater bestätigt wird, die Mutter im möglichen Empfängniszeitraum aber Kontakt zu mehreren Männern hatte, kann das Gericht individuell nach Billigkeit entscheiden. Dieser Begriff bedeutet schlicht, dass die Kosten so gerecht wie möglich aufgeteilt werden. Auch das liegt im Ermessen des Gerichts.
Vater vor Gericht gerecht

Exkurs: Vaterschaftstest Kosten bei Hartz 4

Personen mit einem geringen Einkommen, zum Beispiel Empfänger von Hartz 4 oder Arbeitslosengeld 2, können eine sogenannte Verfahrenskostenhilfe oder Prozesskostenhilfe beantragen. Dieser Antrag wird individuell überprüft und bei Bewilligung werden die Kosten des Verfahrens erst einmal durch das zuständige Bundesland übernommen.


Anschließend kann das Gericht eine Ratenzahlung festlegen. Wie so oft bei behördlichen Angelegenheiten ist auch hier eine Änderung der Pflichten möglich, sollten sich die Einkommensverhältnisse der Person im Nachhinein ändern. So kann die Ratenzahlung modifiziert werden oder das Geld gar komplett zurückgefordert werden.

Kosten bei einer Vaterschaftsanfechtung

Bei der Vaterschaftsanfechtung entstehen ähnliche Kosten wie beim gerichtlich angeordneten Vaterschaftsgutachten oder Abstammungsverfahren.


Insgesamt können sich Gerichtskosten, Anwaltskosten, Kosten für die Probenahme und das DNA-Gutachten selbst auf 1000 Euro oder mehr belaufen.


Der Grund für eine Vaterschaftsanfechtung ist häufig die Vermutung des Klägers, nicht der biologische Vater des Kindes zu sein. Hier ist die Sachlage deshalb etwas klarer. Sollte der Kläger doch der biologische Vater sein, so muss dieser damit rechnen die gesamten Kosten zu tragen. Sollte der Vaterschaftstest hervorbringen, dass der Kläger nicht der biologische Vater ist, so muss dieser nur noch die Hälfte der Verfahrenskosten tragen.


Bei so einem Verfahren ist die Aufteilung der Kosten über §183 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, kurz FamFG geregelt und liegt nicht im Ermessen des Gerichts.

Kosten bei einer Vaterschaftsfeststellung

Die Vaterschaftsfeststellung wird häufig von der Seite des Jugendamtes angefordert. Meist fungiert das Jugendamt als Kindesbeistand, weshalb der Vaterschaftstest vom Jugendamt angefordert wird. Somit werden die gesamten Kosten für das Verfahren erst einmal vom Jugendamt ausgelegt.


In diesem Fall liegt es wieder im Ermessen des bearbeitenden Gerichtes, wie die Verfahrenskosten schlussendlich aufgeteilt werden. Wird der Kandidat als Vater bestätigt, so muss er wahrscheinlich die Kosten tragen. Sollte seine Vaterschaft ausgeschlossen werden, verteilt das Gericht die Kosten häufig auf mehrere Parteien.

Kann der Vaterschaftstest kostenlos sein?

Einen kostenlosen Vaterschaftstest gibt es nur im Ausnahmefall. Der Vaterschaftstest kann kostenlos sein für das Kind, oder wenn ein beteiligter Erwachsener nachweisen kann, mittellos zu sein. Trotzdem wird die Ausgangslage in solchen Fällen über eine Antragsstellung überprüft. Ob der Vaterschaftstest kostenlos gewährt wird, liegt somit im Ermessen der zuständigen Behörden.

Beispielrechnung für Kosten eines Vaterschaftstests

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Bild Justizia Bronze

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