Wie funktioniert ein Vaterschaftstest

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest?

Die Methode des Vaterschaftstest spielt eine große Rolle für das Ergebnis. In jeder Hinsicht. Wie funktioniert ein Vaterschaftstest hat höchste Relevanz für Ihre Zufriedenheit.

Nachdem der allgemeine Ablauf für den Vaterschaftstest klar ist, geht es ans Eingemachte. Welche Test macht Sinn, was braucht man in diesem oder jenem spezifischen Fall? Denn die Auswahl des Vaterschaftstests entscheidet alles.


Das heißt es hängt von der Methode und dem Testverfahren des Vaterschaftstests ab, wie aussagekräftig dieser schlussendlich ist und ob er zum Beispiel vor Gericht anerkannt wird.

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest - DNA Analyse

Ein DNA-Vaterschaftstest, soviel kann hier schon vorweg genommen werden, ist der sogenannte „Gold-Standard“, also die Methode der Wahl.


Dieses Verfahren ist zum jetzigen Zeitpunkt und wohl auch noch eine ganze Weile das modernste und sicherste.


Es gibt allerdings auch andere Testverfahren die oft angepriesen werden, um eine Vaterschaft zu bestimmen. Hier erhalten Sie Hintergrundinformationen zu den  vorhandenen technischen Ansätzen. Zu diesen gehören die Bestimmung des Vaters über die Plausibilität, Blutgruppen oder ein serologisches Gutachten. Außerdem vermitteln wir Ihnen zusätzliches Wissen zum DNA-Vaterschaftstest. Das soll Ihnen schlicht helfen eine qualifiziertere Entscheidung zu treffen, wenn es darum geht, einen Vaterschaftstest auszuwählen.

Vaterschaft DNA Analyse

Welche Methoden zur Feststellung der Vaterschaft außer dem DNA-Test gibt es?

Der Vorteil anderer Methoden gegenüber eines DNA-Tests ist auf den ersten Blick finanzieller Natur. Solche Tests können billiger sein als ein DNA-Test aus dem Labor und deshalb attraktiver erscheinen. Außerdem sind diese Tests älter und vom Wortlaut und den Verfahren eventuell geläufiger.


Alles mit DNA wird dagegen oft skeptisch wahrgenommen. Insbesondere wenn es dabei um die eigene DNA geht. Sollte man sich jedoch ernsthaft für einen Vaterschaftstest entscheiden, dann ist die Hauptmotivation wohl, einen aussagekräftigen Test zu erhalten oder den Vaterschaftstest oder das Gutachten vor Gericht anerkennen zu lassen.


Diese Punkte sind nur mit einem DNA-Vaterschaftstest gegeben.

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest über sichtbare Merkmale

Ein Vaterschaftstest nach sichtbaren Merkmalen, auch Plausibilitätsmerkmale genannt, ist im Grunde ein Vergleich der äußerlichen Merkmale des Kindes mit denen der Eltern oder des potentiellen Vaters. So ist eine äußerliche Unähnlichkeit zwischen Vater und Kind häufig der Grund für eine Vermutung. Regelmäßig werden dabei Merkmale wie Haarfarbe, Augenfarbe, Körpergröße oder Hautfarbe angeführt.

Nun kann versucht werden, bekannte Vererbungsregeln anzuwenden, zum Beispiel in Bezug auf die Augenfarbe. So kann man Hinweise bekommen, ob der Vater auch der biologische Vater sein kann oder nicht. Das Problem dabei ist, das funktioniert meist nur unzureichend.

Blutgruppe Vaterschaft

Ein Grund ist, dass viele Merkmale rezessiv weitervererbt werden. Das heißt, die äußerliche Ausprägung des Merkmals ist beim Träger nicht zu sehen, obwohl dieser das Gen aber in sich trägt. So kann es den Fall geben, dass Vater und Mutter Gene und Merkmale besitzen, die sie selbst nicht zeigen. Wenn die Gene dann an das Kind gehen, kann das rezessive Merkmal beim Kind zu sehen sein.


Solch ein äußerlicher Unterschied senkt also nicht die eigentliche Wahrscheinlichkeit, dass das Kind mit einem Elternteil verwandt ist.


Die Informationen für einen verlässlichen Test sind hier nicht ausreichend.


Darum lassen sich keine zuverlässigen Wahrscheinlichkeiten dafür errechnen, ob eine Vaterschaft ausgeschlossen ist. Noch weniger kann damit eine Vaterschaft belegt werden.

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest über Analyse der Blutgruppen

Hier ist das Verfahren einfach und geradlinig. Es werden die Blutgruppen beider potentieller Eltern und die des Kindes bestimmt. Darauf basierend kann überprüft werden, ob ausgehend von den Blutgruppen der Eltern, eine Blutgruppe wie beim in Frage stehenden Kind entstehen kann. Das ist möglich, weil man die Vererbungsregeln im AB0-System gänzlich verstanden hat.


Diese kurze Beschreibung zeigt aber, dass hier eine Vaterschaft im besten Fall nur ausgeschlossen, nicht aber bestätigt werden kann.


Das heißt also, sollte die Vaterschaft nicht eindeutig ausgeschlossen werden können, dann ist man so schlau wie vorher und muss von vorne beginnen. Wenn Sie das nicht stört, dann ist dieser Test eine Überlegung wert. Denn er sollte billiger sein als ein DNA-Vaterschaftstest. Allerdings gibt es wenige Anbieter, die das heutzutage noch anbieten.


Ein Vorteil ist hier, dass das Verfahren auch bei ungeborenen Kindern angewendet werden kann. Dazu ist keine aufwändige DNA Entnahme aus dem Bauch der Mutter notwendig. Schon vor der Geburt zirkulieren auch Blutbestandteile des Kindes im Blut der Mutter, die so einfach entnommen und untersucht werden können. Trotzdem ist ein pränataler Vaterschaftstest vor der Geburt des Kindes in Deutschland nur in Ausnahmefällen legal.

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest über ein serologisches Gutachten

Das serologische Gutachten ist mit der Analyse der Blutgruppen verwandt, denn das Serum ist Bestandteil des Blutes. Zu den Faktoren beim Vaterschaftstest über die Analyse der Blutgruppen kommen hier noch andere Bestandteile des Blutes. Das sind zum Beispiel Antigene und andere Komponenten des Blutserums.

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest über den DNA-Test im Labor

Nur mit einem Abstammungsgutachten das auf einem DNA-Test fußt, kann eine Vaterschaft mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit bestätigt werden.


Bei einer DNA-Analyse für den Vaterschaftstest wird ein genetischer Fingerabdruck erstellt. Das Prinzip ist hier wieder die Vererbungsregeln. Dieses DNA Verfahren wird in vielen wissenschaftlichen Gebieten genutzt. Zum Beispiel in der Geologie oder in der Kriminalistik. 


Trotz dem hochtrabenden Namen funktioniert das DNA Verfahren einfacher als man sich vorstellt. Man weiß, dass ein Gen Informationen von beiden Elternteilen enthält. Es enthält Infos einmal von der Mutter und einmal vom Vater. Wenn man nun ein Gen vom Vater und das gleiche Gen beim Kind vergleicht, kann man theoretisch klar sehen, ob das Gen beim Kind die Information vom Vater enthält oder nicht.


Hier steht theoretisch, denn Gene und das Genom sind aus biologischen Gründen Ziel von Mutationen und anderen Veränderungen. Diese Veränderungen können spontan im Laufe des Lebens auftreten. Um diese Faktoren zu berücksichtigen wird mehr als ein Genort untersucht. Zudem wird die Gesamtwahrscheinlichkeit für das gefundene Ergebnis berechnet.


Aus diesen Zusammenhängen ergibt sich also: Je mehr Genorte, desto sicherer das Ergebnis. Das findet Ausdruck in einer höheren Wahrscheinlichkeit für das Ergebnis.


Nachfolgend findest Du einige Fakten die auf den Erläuterten basieren:

Die Anzahl der Angebotenen Genorte reicht meist von 16 bis über 30

  • Bei 16 Genorten kann die Vaterschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 99,99 %
  • Bei 21 Genorten kann die Vaterschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 99,999 %
  • Bei 31 Genorten kann die Vaterschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 99,99999 %

bestätigt werden. Die Wahrscheinlichkeiten sind hier als Richtwerte zu sehen. Je nach Verfahren und genetischer Veranlagung verändern sich die Wahrscheinlichkeiten.


Eine zusätzliche Probe der Mutter, über die von Vater und Kind hinaus, kann ebenfalls die Wahrscheinlichkeit auf ein richtiges Ergebnis erhöhen. Es ist also von Fall zu Fall verschieden. Falls ein Labor jedoch eine bestimmte Wahrscheinlichkeit verspricht, dann erfüllt das Gutachten diese Wahrscheinlichkeit auch . 

Mehr Genorte bedeuten mehr Aufwand und sind deshalb teurer

Die Frage ist welche Anzahl Genorte ist sinnvoll für Ihren Fall?


Eins ist klar, egal ob für den privaten Gebrauch oder für die Vorlage als Gutachten vor Gericht. In beiden Fällen möchten Sie sich auf das Ergebnis verlassen können.


Für den privaten Gebrauch kann es ausreichen, Sicherheit über eine Wahrscheinlichkeit von 99,9 % oder 99,99 % zu haben. Eine höhere Wahrscheinlichkeit hat jedoch besser Bestand und höhere Chancen auf Anerkennung vor Amt oder Gericht. Somit kann die rechtliche Lage besser abgesichert werden und potentiell auftretenden Mutationen im Genom wird vorgebeugt.

Mehr Genorte falls Verwandt

Falls die potentiellen Väter miteinander Verwandt sind, ist es sinnvoll, mehr Genorte als normalerweise mit einzubeziehen.

Mutter einbeziehen

Ein weiteres Mittel um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen ist, die Mutter mit in den Test einzubeziehen. Bei manchen Vaterschaftstest ist das Inkludieren der Mutter im Test ohne zusätzliche Kosten möglich. Das sollte wenn möglich wahr genommen werden, um die Sicherheit des Vaterschaftstests weiter zu erhöhen.

Nicht zu hundert Prozent

Trotz aller Maßnahmen kann ein Vaterschaftstest niemals 100 %-ige Sicherheit geben. Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass weltweit 2 Männer zufälligerweise die gleichen genetischen Merkmale aufweisen. Die Chance besteht zwar statistisch, ist im praktischen Leben aber sehr, sehr gering.

Weitere Faktoren, die die Sicherheit des Tests steigern können

  • Der Anbieter des Vaterschaftstests betreibt ein eigenes Labor;
  • Die Labor-Analyse wird mindestens von einem zweiten Labormitarbeiter validiert;
  • Das Labor arbeitet nach neuesten technischen Maßstäben und verwendet zum Beispiel Barcode-Technologie für das Labeln und das interne Tracking der Proben;
  • Das Labor ist auf dem neuesten Stand was Akkreditierung und Ringversuche angeht;
  • Das Labor weißt zusätzliche Akkreditierungen auf, die über das rechtlich geforderte Maß hinausgehen.

Kann ein Vaterschaftstest falsch sein?

Nach der Antwort auf die Frage, wie funktioniert ein Vaterschaftstest, fragen Sie sich jetzt ob alles immer mit rechten Dingen zugeht? Diese Frage wird oft gestellt, ist aber doch sehr nahe an der Frage nach der Vaterschaftstest Sicherheit dran. Im Grunde geht es also wieder darum, eine möglichst hohe Sicherheit des Testergebnisses zu erlangen.


Wenn alle hier zu Bedenken gegebenen Punkte eingehalten werden, wird die Sicherheit des Vaterschaftstest maximiert. Das Risiko, dass der Vaterschaftstest falsch ist, wird bis auf ein absolutes Minimum reduziert.


Wie schon an anderer Stelle angegeben, handelt es sich nicht umsonst um eine Wahrscheinlichkeit. Und egal wie hoch diese ist, rein rechnerisch ist ein falsches Ergebnis möglich und wird je nach Höhe der Wahrscheinlichkeit zum Beispiel in einem von 10.000 oder 100.0000 Fällen vorkommen können.


Sollte das Ergebnis gar nicht den Erwartungen entsprechen und andere Faktoren für eine Absicherung des Ergebnisses sprechen, dann kann man den Vaterschaftstest wiederholen lassen.


In solch einem Fall ist es allerdings klug, einen anderen Anbieter als den vorherigen zu wählen.

Kann man einen Vaterschaftstest fälschen?

Das Fälschen eines Vaterschaftstest ist prinzipiell dann möglich, wenn die Probenahme nicht unter der Aufsicht eines Sachverständigen durchgeführt wird.


Laut Gesetz ist das bei einem in Deutschland durchgeführten Vaterschaftstest nicht möglich.


Wenn der Test im Ausland durchgeführt wird ist das prinzipiell möglich. In diesem Fall kann der DNA-Vaterschaftstest aber auch nicht vor Gericht anerkannt werden. Unterm Strich offenbart sich schon hier, dass es relativ wenig Sinn macht, sich durch einen gefälschten Test einen finanziellen Vorteil verschaffen zu wollen.


Zusätzlich wird die Mutter des Kindes (relativ) genau darüber Bescheid wissen, wer als Vater des Kindes in Frage kommt. Sollte die Mutter des Kindes also misstrauisch werden und diese Bedenken öffentlich machen, können neben finanziellen auch rechtliche Konsequenzen drohen. Denn spätestens bei einem zweiten, rechtmäßigen Vaterschaftstest wird das wahre Ergebnis zu Tage treten.

Welche Proben für den Vaterschaftstest können verwendet werden?

Die Antwort auf die Frage wie funktioniert ein Vaterschaftstest enthält natürlich auch die wichtige Probe. Jede Probe die DNA des zu Untersuchenden enthält, kann als potentielle Probe für den Vaterschaftstest eingesetzt werden.


DNA kann heutzutage aus allen möglichen Körpersekreten und Geweben gewonnen werden.


Allerdings kann es aufwändiger und damit teurer sein, ungewöhnliche Proben zu verwenden.

Vaterschaftstest Proben

Vaterschaftstest Probe Mundschleimhaut

Ein Vaterschaftstest mit Speichel oder Mundschleimhaut Probe ist die einfachste Methode. Dafür muss der Test allerdings unter Einverständnis aller Beteiligten durchgeführt werden. Ansonsten ist es meist schwer, eine Speichelprobe durch den Abrieb der Mundschleimhaut mit einem Wattestäbchen zu entnehmen. DNA kann anschließend aus den enthaltenen Zellen gewonnen und für den DNA-Test eingesetzt werden.

Vaterschaftstest mit Haaren

Für den Vaterschaftstest Haare zu verwenden ist besonders dann interessant, wenn der Test heimlich durchgeführt werden sollen. 


Die Entnahme von DNA aus Haaren ohne Wurzel ist allerdings nicht möglich.


Die Wurzel am Haaransatz ist normalerweise mit dem bloßen Auge als kleines, weißliches Körnchen zu erkennen. Im Folgenden zeigen wir Dir weitere Möglichkeiten von Probematerial auf, um an DNA für den Vaterschaftstest zu kommen.


Diese Proben sind in der Regel umständlicher zu gewinnen oder die  DNA ist aufwändiger zu entnehmen, weshalb häufig ein Aufpreis dafür fällig wird.

  • Weitere mögliche Proben für den Vaterschaftstest sind Blut, Hautstücke, Sperma, Nasenschleim oder ein benutztes Taschentuch;
  • Es hängt vom Anbieter ab ob diese Proben auch tatsächlich genutzt werden können;
  • Außergewöhnliche Proben kosten in der Regel Aufschlag;
  • Bei anderen Proben als der Standard Mundschleimhaut kann es länger dauern;
  • Die Sicherheit des Tests wird durch viele solcher alternativer Proben reduziert. Meist kann weniger sicher eine Kontamination von anderer Stelle ausgeschlossen werden. Das heißt in alternative Proben kommen eher Zellen und damit DNA-Spuren eines anderen Menschen.

Die besten Vaterschaftstests

Falls Sie sich sofort nach einem geeigneten Vaterschaftstest umschauen wollen, dann bietet sich dieser Vergleich an.

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